Oliver Korte, geboren 1969 in Hamburg, lebt seit 1996 mit seiner Familie in Berlin. Er studierte in seiner Heimatstadt, in Wien und Berlin Komposition, Musiktheorie und Musikwissenschaft; wichtige Impulse verdankt er privaten Kompositionsstudien bei Gösta Neuwirth. Er erhielt mehrere Kompositionspreise und Stipendien. Es liegen Rundfunkproduktionen (NDR, SWR, DLF) sowie CD-Einspielungen vor. Zu den Ensembles, die Kortes Werke spielen, zählen das Konzerthausorchester Berlin, das SWR Vokalensemble Stuttgart, die Niederrheinischen Sinfoniker, das Deutsche Filmorchester, die Philharmonie Magdeburg, die Berliner Symphoniker, die Orchesterakademie Hamburg und das modern art sextet. Kortes Solowerke entstehen oft für bestimmte Solisten, wie den Schlagzeuger Wolfram Winkel oder den Cellisten Matias de Oliveira Pinto. Eine besondere künstlerische Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Dirigenten Jan Michael Horstmann (Leiter der Mittelsächsischen Philharmonie), der bereits mehrere seiner Orchesterwerke uraufgeführt hat.

Von 1999 bis 2001 war Korte Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitglied im Graduiertenkolleg "Praxis und Theorie im künstlerischen Schaffensprozess" an der UdK Berlin. Er wurde im Jahr 2002 mit einer Arbeit über Bernd Alois Zimmermanns "Ekklesiastische Aktion" promoviert und publizierte Beiträge unter anderem in Reihen wie Musik-Konzepte und Musiktheorie. Nach Beschäftigungen an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin, der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik und Theater Rostock ist er seit 2006 Professor für Musiktheorie und Gehörbildung an der Musikhochschule Lübeck.